„Preiswerter Allrounder“ – das Heimdall H6Xi 1,5–9×42 im DJZ Test
In der Ausgabe 10/2026 hat die Deutsche Jagdzeitung (DJZ) unser Heimdall H6Xi 1,5–9×42 einem ausführlichen Praxistest unterzogen.
Autor Norbert Klups testete das kompakte Zielfernrohr sowohl im Schießkino als auch im Revier und legte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf zwei Einsatzgebiete, für die das H6Xi entwickelt wurde: Bewegungsjagd und Nachtjagd mit Vorsatzgerät.
Kompakt und für Vorsatzgeräte konstruiert
Mit einer Länge von nur 325 mm bleibt das H6Xi ausgesprochen kompakt. Gleichzeitig wurde das Gehäuse im Bereich des 42-mm-Objektivs gezielt verstärkt, um den Belastungen durch Klemmadapter von Vorsatzgeräten gerecht zu werden.
DJZ hebt dabei die 4 mm starke Wandung am Objektiv hervor. Trotz der robusten Konstruktion beträgt das Gewicht 595 g. Der Mittelrohrdurchmesser liegt bei 30 mm.
Gerade die Kombination aus kurzer Bauweise und stabilem Gehäuse macht das H6Xi interessant für Jäger, die regelmäßig mit einem Wärmebild- oder Nachtsichtvorsatzgerät arbeiten.

Heller Faserleuchtpunkt für die Bewegungsjagd
Ein weiterer Schwerpunkt des Tests ist das beleuchtete Absehen.
Das H6Xi verwendet ein Glasfaserabsehen mit klar abgegrenztem Rotpunkt. Die Beleuchtung verfügt über zwölf Helligkeitsstufen und kann so sowohl für die Dämmerung als auch für helle Umgebungsbedingungen eingestellt werden.
Besonders für die Drückjagd ist die hohe maximale Helligkeit interessant. DJZ schreibt dazu:
„In der höchsten Stufe leuchtet es sehr hell, damit gibt es auch bei Sonnenschein auf der Drückjagd keine Probleme.“
Der Zoomring lässt sich laut Test angenehm weich bedienen. Eine griffige Struktur an Zoomring, Dioptrienverstellung und Turmkappen sorgt auch unter jagdlichen Bedingungen für guten Halt.
Großes Sehfeld und komfortables Einblickverhalten
Bei 1,5-facher Vergrößerung bietet das H6Xi eine Austrittspupille von 10 mm. Zusammen mit einem Augenabstand von 90 mm ergibt sich ein komfortables Einblickverhalten.
Gerade bei schnellen jagdlichen Situationen kann das entscheidend sein: Auch wenn der Anschlag einmal nicht vollkommen sitzt, bleibt die Zielerfassung komfortabel.
Das Sehfeld beträgt bei niedrigster Vergrößerung 27 Meter auf 100 Meter. DJZ beurteilt dies als ausreichend für die meisten Drückjagdsituationen.
m Schießkino: rückkehrgenaue Mechanik
Besonders interessant wird der DJZ-Test bei der Überprüfung der Mechanik.
Das Testglas wurde auf einer Mauser M03 im Kaliber .30-06 eingesetzt. Das Einschießen verlief problemlos. Die Klicks der Absehenverstellung waren sauber fühl- und hörbar; ein Klick entspricht einem Zentimeter Treffpunktverlagerung auf 100 Meter.
Anschließend wurde die Verstellung mehrfach verändert und wieder auf die Ausgangsposition zurückgedreht.
Das Ergebnis:
„Die Mechanik ist rückkehrgenau.“
Nach dem Zurückdrehen lagen die Schüsse laut DJZ wieder exakt bei der ursprünglichen Schussgruppe.

Besonders interessant mit Wärmebild-Vorsatzgerät
Im Revier spielte das H6Xi anschließend eine seiner wesentlichen Stärken aus.
Bei niedriger Vergrößerung steht dem Schützen mit montiertem Vorsatzgerät das gesamte Display zur Verfügung. Gleichzeitig reicht die maximale 9-fache Vergrößerung für typische Nachtjagdsituationen weit aus.
Die kurze Baulänge hat dabei einen weiteren praktischen Vorteil: Die Bedienelemente des Vorsatzgerätes bleiben gut erreichbar.
DJZ fasst diesen Teil des Tests treffend zusammen:
„Nachts im Revier mit montiertem Vorsatzgerät ist das Heimdall noch mehr in seinem Element.“
Genau für diese Kombination wurde das H6Xi konzipiert: ein kompaktes Zielfernrohr, das klassische jagdliche Nutzung mit modernen Wärmebild-Vorsatzgeräten verbindet.
Optische Leistung passend zum Einsatzgebiet
Auch die optische Leistung wurde von DJZ beurteilt.
Die Tester ordnen das H6Xi bewusst nicht in die Preisregion von Zielfernrohren ein, die deutlich über 2.000 Euro kosten. Für die vorgesehenen Einsatzgebiete fällt das Urteil dennoch eindeutig aus:
„Für die Einsatzpunkte Nachtjagd mit Vorsatzgerät und Drückjagd ist die optische Leistung mehr als ausreichend.“
Damit trifft der Test ziemlich genau den Anspruch des H6Xi: eine robuste, funktionale und praxisgerechte Jagdoptik zu einem Preis von 849 Euro UVP.
Das DJZ Resümee
Im abschließenden Resümee sieht DJZ das H6Xi als Zielfernrohr für den modernen Jäger, der Nachtsichttechnik nutzt, an Bewegungsjagden teilnimmt und dafür nicht zwangsläufig rund 2.000 Euro oder mehr für ein Zielfernrohr ausgeben möchte.
Positiv hervorgehoben werden insbesondere:
- die kurze und kompakte Bauweise
- der Faserleuchtpunkt
- die 4 mm starke Wandung
- das gute Preisniveau
- die wertig wirkende Verarbeitung
- die Eignung für Vorsatzgeräte
- das 27-m-Sehfeld für Bewegungsjagden
Als Kritikpunkte nennt DJZ unter anderem die fehlende Abschaltautomatik, den fehlenden Parallaxenausgleich und den fehlenden Schnellverstellhebel.

30 Jahre Garantie nach Produktregistrierung
Neben der technischen Ausstattung hebt DJZ zum Abschluss auch die 30-jährige Herstellergarantie nach Produktregistrierung hervor. Zum Lieferumfang gehören außerdem Flip-Up-Schutzkappen für Objektiv und Okular.
Wir freuen uns über den ausführlichen und differenzierten Praxistest der DJZ – und besonders darüber, dass gerade die Eigenschaften überzeugen konnten, auf die wir bei der Entwicklung des H6Xi besonderen Wert gelegt haben: Robustheit, Praxistauglichkeit und die Kombination mit moderner Wärmebildtechnik.
→ Heimdall H6Xi 1,5–9×42 entdecken
Mit freundlicher Genehmigung der DJZ
